Was ist Pueri Cantores?

Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht seit 1951 und wird heute von ca. 400 katholischen Chören (Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre, Jugendchöre und Scholen) mit mehr als 16.000 Sängerinnen und Sängern getragen.

Zuerst leitete der Mainzer Domkapellmeister Prof. Dr. Georg Paul Köllner den Verband, von 1963 an der Rottenburger Domdekan Prälat Dr. Hubert Wurm, von 1972 an der Würzburger Domkapellmeister Siegfried Koesler, von 1984 bis 1995 der Essener Domkantor Georg Sump, von 1995 bis 2007 Diözesankirchenmusikdirektor Wilm Geismann, Freiburg und seit 2007 Diözesanmusikdirektor Matthias Balzer, Trier.

Der Chorverband möchte, wie es in seiner Satzung heißt, „die kirchlichen Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre und Scholen in Deutschland in ihrer musikalischen, kulturellen, erzieherischen und religiösen Arbeit ... unterstützen und ihre gegenseitige, freundschaftliche Verbundenheit, wie die mit den Pueri Cantores anderer Länder ... fördern, und die Gründung neuer Chöre und Scholen anregen“. Lob Gottes, Begegnung in Freundschaft und Einsatz für den Frieden sind traditionell die drei Säulen der PUERI CANTORES-Arbeit.

Der Verband bildet eine Arbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Cäcilienverbandes (ACV) und ist als Nationalverband Teil des Internationalen Chorverbandes PUERI CANTORES, der sich über alle Kontinente erstreckt. Seit seiner Gründung hat sich der deutsche Chorverband zum mitgliederreichsten Nationalverband in der internationalen Chorvereinigung entwickelt.

Die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt und fördert seine Arbeit. Fast alle deutschen Bistümer haben einen bischöflichen Beauftragten für den Pueri Cantores Verband ernannt, der Sitz und Stimme im Nationalkomitee hat. In den Diözesen Rottenburg, Freiburg, Trier, Köln, Speyer, Mainz und Würzburg bestehen bereits Diözesanverbände der PUERI CANTORES. Weitere Gründungen stehen in nächster Zeit an. So ist vielfältige Verbindung zu den Verantwortlichen der Kirchenmusik im In- und Ausland gegeben.

Die vielen Aktivitäten des Verbandes erstrecken sich vor allem darauf, freundschaftliche Verbindungen zwischen den Chören und ihren Chorleitern zu schaffen, die Begegnung der Chöre bei regionalen, nationalen oder internationalen Chortreffen zu ermöglichen und den Chorleitern durch Tagungen, Notengaben und Informationen Anregung und Hilfe für ihre Tätigkeit zu verschaffen.

So fanden in den vergangenen Jahren

  • zahlreiche regionale Chortreffen in den Bistümern Essen, Freiburg, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Speyer, Trier und Würzburg mit jeweils zwischen 400 und 1000 Sängern
  • deutsche Chortreffen in Essen (1965 - 2.000 Teilnehmer, 1986 - 2.500 Teilnehmer), Rom (1967 - 1.200 Teilnehmer) und Köln (1998 - 2.500)
  • deutsches Knabenchortreffen in Mainz (1991 - 800 Teilnehmer)
  • deutsche Mädchenchortreffen in Hildesheim (1981 - 260 Mädchen), Altötting (1983 - 340 Mädchen), Limburg (1988) und Fulda (1994)
  • deutsche Jugendchortreffen in Friedrichshafen (1993 - 800 Jugendliche) und in Kevelaer (2000 - 250 Jugendliche)
  • internationale Chortreffen in Rom (1951), Köln (1953), Rom (1954), Paris (1956), Lourdes (1958), Rom (1969/61), Madrid (1963), Loreto-Rom (1964), Rom (1967), Würzburg (1970), s`Hertogenbosch/Holland (1972), Rom (1974/75), London (1976), Wien (1978), Rom (1980/81), Brüssel (1982), Paris (1985), Rom 1988/89), Maastricht (1990), Salamanca/Spanien (1991), Rom (1993/94), Kanada (1995), Salzburg (1996), Barcelona (1998), Rom (2000), Lyon (2002), Köln (2004), Rom (2005/2006), jeweils mit 4.000 bis 12.000 Teilnehmern

statt.

Chorleitertagungen, die auch immer als Weiterbildungsveranstaltungen genutzt werden, meist in Verbindung mit Hospitationen bei ausgesuchten Chören, haben schon viel Anregung gebracht, den freundschaftlichen Gedankenaustausch zwischen den Chorleitern gefördert und somit den Chören selbst Hilfe gegeben, so etwa:

  • 1962 in Regensburg, 1964 in Kiedrich, 1967 in Limburg, 1971 in Speyer, 1973 in Mülheim/R. und in Rottenburg, 1976 in Limburg und Regensburg, 1982 in Würzburg, 1985 in Windsbach, 1989 in Mainz, 1990 in Köln, 1993 in Regensburg, 1994 in Mainz, 1996 in Augsburg, 1997 in Trossingen; 1999 große Hospitationsreise nach Großbritannien; 2001 Jubiläum „50 Jahre Deutscher Chorverband PUERI CANTORES“ mit bundesweitem Aktionstag und Chorleiterfestwochenende in Mainz im Mai; Lörrach 2005 Workshop mit Uli Führe; Bensberg 2006 Fortbildung im Kardinal-Schulte-Haus mit Eberhard Metternich, Gerd-Peter Münden, Uli Fricker, Nicola Löffler, Meinrad Walter;

Aufnahme in den Verband können alle katholischen jungen Chöre in Deutschland finden, sofern die Oberstimmen (Sopran/Alt) von Jugendlichen (Knaben oder Mädchen) gebildet werden und der Chor oder die Schola eine kirchliche Einrichtung ist. Der pauschale Jahresbeitrag pro Gruppe ist 40,-- EUR (bis zu 20 Sänger), 50,-- EUR (21-40 Sänger), 60,-- EUR (41-60 Sänger), 70,-- Euro (61-80 Sänger) und 80,-- Euro (über 80 Sänger) und wird durch jährliche Beitragsrechnung oder Abbuchung erhoben. Andere Institutionen oder Einzelpersonen können förderndes Mitglied werden. Hierfür beträgt der Jahresbeitrag mindestens 40,-- EUR.

Das Portrait der Pueri Cantores von Marius Linnenborn finden Sie in unserem Downloadbereich.